

Aktuelle Autogrammkarte 2009
Interview mit Florian Fricke:
Tempo 287 Höchstgeschwindigkeit auf der Döttingerhöhe. Hier auf der längsten Graden der Nürburgring Nordschleife hat Florian Fricke einmal kurz Zeit zum entspannen..
Wenn der Nienstädter Motorsportler an insgesamt 11 Wochenenden des Jahres bei den Rennen der „Vereinigten Langstreckenmeisterschaft Nürburgring :VLN“ und dem 24H Rennen am Nürburgring ins Lenkrad greift.
„Man fokussiert sich auf den Ablauf und auf die Strecke“, erklärt er. Nur zweimal fährt man bei ´normalen´ Rennen die Box. Gelegenheit kurz den Fuß vom Gas zu nehmen bevor die Jagt durch die 24,433 km lange (Sprintstrecke, mit Mercedes-Arena, Motorrad-Schikane und Nordschleife) „Grüne Hölle“ weitergeht. Ich habe 1999 mein erstes 24 Stunden Rennen auf der Nordschleife bestritten, damals mit einem Oettinger VW Golf, der allerdings nicht grade für Langstreckenrennen konzipiert war. Dann mit einem BMW 325i im Jahr 2000 mit der Schulz- Familie, mit dem wir dann das erste Mal ins Ziel gekommen sind. Danach bin ich mit Werner Uetrecht bis 2007 im HONDA- Civic Cup unterwegs gewesen, in dem wir auch einige Siege einfahren konnten. Unter anderem bin ich in diesem Auto auch im Jahr 2001 Juniormeister geworden. Es gab aber auch ein Jahr, 2006, in dem ich unter anderem mit dem Team Wagenstetter in einem BMW 850i mit 600 PS unterwegs war.
Bis hin zu letztem und diesem Jahr, wo ich im PORSCHE GT3 Cup angetreten bin. Das absolute Highlight aber war das diesjährige 24H Rennen im Team von Jürgen Alzen Motorsport aus Betzdorf.
In seinem Hankook/ H&R PORSCHE von Startplatz 9 ins Rennen zu gehen ist schon etwas Besonderes“, schwelgt Fricke.
Aber angefangen hat alles durch seinen Vater der in den 70er und 80er Jahren selbst aktiv im Motorsport war. Erst mit Kartrennen ab 1993, dann Formel König powered by Volkswagen in den Jahren 1997 und 1998 danach Deutsche Tourenwagen Challenge im VW Golf bis er dann im Jahr 2000 die Nürburgring Nordschleife in sein Herz gefasst hat und von da an in der VLN zuhause ist.
„ Die Nordschleife ist einfach der Hammer, wer selbst schon mal da war, der weiß wovon ich rede.
Wenn der Fight gegen Zeit und Gegner losgeht, fahren wir zuerst die Kurzanbindung der Grand Prix Strecke die ca. 3,6 km lang ist, bevor wir auf die eigentliche Strecke, die Nordschleife, abbiegen.
Die Nordschleife allein ist 20,8 km lang und verläuft mit insgesamt 73 Kurven. Davon sind 33 Links- und 40 Rechtskurven. Es geht dabei durch so klangvolle Streckenabschnitte wie Hatzenbach, Schwedenkreuz, Fuchsröhre, Bergwerk, Karussell, Brünnchen und Tiergarten wieder auf die GP- Strecke.“ Bei einer Streckenlänge von 24,4 km und einer Zeit von Teilweise unter 8:40:00 Minuten entspricht dies einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 168 km/h in meinem Porsche. Nix für schwache Nerven!“
Die Rennen sind für Motorsportfans die wahre Wonne. Hier gibt es vom Lamborghini, über BWM´s und den neuen Ford GT bis hin zum VW Polo alles zu sehen. Es starten in 3 Startgruppen bis zu insgesamt 230 Autos.“ Da ist für jeden etwas dabei.“ Und die Fans kommen für einen niedrigen Eintrittspreis von um die 12,00 € ins Fahrerlager und können hier ganz nah an die Fahrzeuge.
Ringsherum um die Nordschleife ist der Eintritt sogar frei!“
Während es zu den gewöhnlichen Rennen am Freitag losgeht, da die rennen Samstag- Mittags gestartet werden, reist er zum 24er schon am Mittwoch an, erklärt Fricke.
Unterstützung erhält er vor allem von seinem Bruder Sebastian, seiner Freundin Sabrina, der Familie und Freunden.
„Wir haben auch schon zweimal einen Firmenausflug zum Ring mit dem Firmenteam gemacht“ freut er sich über die Förderung.
Auf die Frage nach der körperlichen Anstrengung, antwortet Fricke: „ Im Sommer können es schon mal 40- 50 Grad im Auto sein, da geht man schon mal an seine körperlichen Grenzen. Manche auch darüber hinaus. Ich bin allerdings ziemlich fit, da ich in meiner Freizeit viel Rad fahre.
Trotzdem: Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfliehkräfte und dann mindestens 200 andere Autos auf der Strecke,
die zum Teil erheblich langsamer sind und im Weg ‚rumstehen’,ist man schon ziemlich fertig, wenn man nach seinem Turn das Auto an den Teamkollegen übergibt.
Es ist jedes Mal eine neue Herausforderung. Regnet es? Bleibt es trocken? Das weiß man in der Eifel ja auch nicht immer so genau.“